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Seit es Siedlungen mit einer arbeitsteiligen Gesellschaft gibt, haben die Menschen in ihren alltäglichen Abläufen ähnliche Bedürfnisse. Der Einkauf und die alltägliche Begegnung in der Strasse, den Geschäften und Restaurants sind Basis unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die Identität einer dörflichen Gemeinschaft baut auf Traditionen und eingespielten Mechanismen auf, die laufend bestätigt und weiterentwickelt werden müssen. Ein wesentlicher Aspekt der Anonymisierung von Problemzonen in Städten und Ortszentren hängt mit der Auflösung dieser Mechanismen zusammen. Dorfkerne werden Teil der sich ausbreitenden Agglomerationsbebauung, wenn die Nutzungen, die Zentralität erzeugen (Läden, Restaurants, Büros), nicht gehalten werden können.
Diese Einsicht stand am Anfang der Bearbeitung des Wettbewerbsbeitrags ‚Strichcode’. Der bestehende Raum (Städtebau, Wegverbindungen) wurde in einer Art eingenommen und angepasst, die es langfristig erlaubt, diese Abläufe immer wieder an die neuen umgebenden Situationen anzupassen. Da neue Mischungen bekannter Abläufe zu neuen Situationen führen können, die einer Feinregulierung bedürfen, wurde dieser Möglichkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt: wie bei einer Theaterbühne, wo die Aufführungen wechseln, soll der neu gestaltete Strassenraum es zulassen, immer wieder der Zeit angepasst zu werden.
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