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Umbau ehem. Bank- und Wohngebäude für die Volkskwirtschafts- und Sanitätsdirektion, Liestal

1999 - 2000

 
 

Das 1949/50 von Architekt Cueny erbaute Gebäude ist heute einer der prägnanten Solitärbauten, die in der Nähe des Bahnhofs Ankommenden ein erstes Bild von Liestal geben. Zusammen mit dem Gerichtsgebäude und dem ehemaligen Hotel Bahnhof bildet das von der UBS erworbene Gebäude Nr. 5 an der Bahnhofstrasse ein städtebauliches Ensemble, das den Massstab des ersten Rings um die Altstadt in positivem Sinne prägt.
Die Erscheinung täuscht einen Massivbau vor, der sich aber als Skelettbau offenbart und dadurch eine Flexibilität anbietet, die eine langfristige Anpassung an verschiedene Nutzungen zulässt. Es gelang deshalb ohne grössere Kostenfolgen, eine klare Bürostruktur einzuführen. Auch die Lichtführung in den Gängen und Büroräumen wurde durch diese Eigenheit unterstützt: die Gänge sind, meist beidseitig, oberhalb der Schränke durchgängig verglast. Die von den Büroräumen in die Gänge durchlaufende Decke lässt das Licht ohne störende Schattenwürfe durchfliessen, was an normalen Tagen eine Benutzung ohne künstliches Licht zulässt. Im Weiteren gibt die durchlaufende Decke den einzelnen Räumen eine über die eigene Grösse hinausgehende Weite, die die Kleinräumigkeit der konzentrierten Arbeitsweise im notwendigen Mass aufbricht. Das lichte Grün der Schrankfronten, die tiefroten Durchlässe, die schwarzen Sockel und Abdeckungen, die dunklen Böden betonen räumliche Absichten, wiederspiegeln zeitliche Abhängigkeiten und persönliche Vorlieben - es sind die gefärbten Spuren des Umbauereignisses.