Umbau Werkhausgebäude Elektra Baselland, Liestal
2002
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Schauküche in Werkhausgebäude EBL
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Das Unterwerk wurde 1926 von den Architekten Brodbeck und Bohny gebaut. Der basilikale Querschnitt diente einerseits der Belichtung des Gebäudes bis in die Tiefe des zentralen Raums, andererseits wurden zu dieser Zeit an verschiedenen Orten der Schweiz die Elektrizitätswerke mit einer Symbolik versehen, die den Stolz der neuen Technologie manifestierte. Entgegen dem Konzept der Basilika sind bei dieser Fassung die Seitenschiffe im Erdgeschoss vom Mittelschiff ganz getrennt und nur im Obergeschoss erlebbar.
Nachdem das Unterwerk ausgelagert wurde sah ein Konzept der Neunutzung vor, das gesamte Gebäude, auch das Mittelschiff, mit Werkstatt- und Büroräumen zu füllen. Andere Konzepte sahen vor, das Gebäude zu entfernen damit für die Werkhausplanung konzeptionellen Freiraum zu schaffen.
R+R wurden beauftragt, das Konzept zu prüfen. Sie schlugen vor, die Nutzung im Unterwerk 1926 zu reduzieren und überzählige Räume in bestehende Bauten umzusiedeln. In Absprache mit dem damaligen Direktor wurde die Denkmalpflege einbezogen.
Räumlich wirksame Eingriffe sind der Einbau einer Decke und einer Treppe zwischen Erdgeschoss und dem 1. Obergeschoss. Die Decke ist aus Holz konstruiert und so aufgelagert, dass das bestehende umlaufende Fries nicht beschädigt werden musste. Der Einbau des Bodens korrigiert die Proportionen des Mittelschiffes, das optisch von den Seitenschiffen getrennt ist und deshalb im Originalzustand zu hoch wirkte. Die neue zentrale Treppe reagiert auf die Nutzungsänderung und die veränderte räumliche Situation: die Eintretenden erhalten einen direkten Bezug und neuen Zugang zum Hauptgeschoss. Original vorhandene Teile und Details, sowie die bestehende Farbgebung wurden in das neue Konzept einbezogen und mit der Materialisierung und Beleuchtung der neuen Nutzung abgestimmt.
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